Was ist ein Video-CV und warum lohnt es sich?
Ein Video-CV ist ein Lebenslauf, in dem du dich in einem Video von 30 Sekunden bis 2 Minuten vorstellst. Es ersetzt den klassischen CV nicht, sondern ergänzt ihn: Der Arbeitgeber sieht dich zuerst und schaut sich dann deine Ausbildung und Berufserfahrung an. In diesem Artikel erfährst du, was ein Video-CV ist, wann es den Unterschied macht und wie es auf PlayCV funktioniert.
Was genau ist ein Video-CV?
Ein Video-CV ist eine Form des Lebenslaufs, bei der du dich in einer Bewerbung mit einem kurzen Video vorstellst. Du schaust in die Kamera und erzählst mit eigenen Worten, wer du bist, was du machst oder machen möchtest und warum du für die Stelle geeignet bist. Neben dem Video stehen auch die klassischen Lebenslaufangaben wie Ausbildung, Berufserfahrung, Zertifikate, Sprachen und Fähigkeiten.
Ein Video-CV ist kein Imagefilm. Schnitt, Musik oder Effekte werden nicht erwartet. Wer zuschaut, möchte einen echten Menschen sehen, der spricht: wie du dich ausdrückst, wie du deine Arbeit siehst und was du suchst.
Was ist der Unterschied zum klassischen CV?
Der schriftliche Lebenslauf erzählt, was du gemacht hast; das Video zeigt, wer du bist. Die beiden sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich.
- Im schriftlichen CV stehen Daten, Schulen, Arbeitgeber und Zertifikate. Diese lassen sich schnell überfliegen und zwischen Kandidaten vergleichen.
- Im Video werden dein Tonfall, deine Ausdrucksweise und dein Interesse an der Arbeit sichtbar. Das passt nicht auf Papier.
- Schriftliche CVs werden oft mit ähnlichen Floskeln geschrieben. Im Video sprichst du mit deinen eigenen Sätzen; das hebt dich von anderen Bewerbungen ab.
İpucu: Was du im Video sagst, sollte den schriftlichen Abschnitten nicht widersprechen. Wenn du im Video „drei Jahre Berufserfahrung“ sagst, sollte im Abschnitt Berufserfahrung dieselbe Dauer stehen.
Wann hilft es?
Ein Video-CV hat nicht bei jeder Position das gleiche Gewicht, aber in manchen Situationen macht es wirklich den Unterschied:
- In Rollen, in denen Kommunikation Teil der Arbeit ist: In Bereichen wie Kundenservice, Vertrieb, Einzelhandel, Tourismus und Bildung ist die Art, wie du sprichst, eine direkt bewertete Fähigkeit.
- Wenn du wenig Berufserfahrung hast: Wenn du studierst oder gerade deinen Abschluss gemacht hast, kannst du im Video deine Neugier und Lernbereitschaft zeigen, auch wenn dein Lebenslauf nur wenige Zeilen hat.
- Beim Berufswechsel: Wenn du aus einem anderen Bereich kommst, kannst du mit eigenen Worten erklären, warum du wechselst und wie dir deine bisherige Erfahrung nützt.
- Bei Stellen, die eine Fremdsprache erfordern: Einen Teil des Videos in dieser Sprache zu sprechen, ist ein deutlicherer Nachweis, als „fortgeschritten“ in den Lebenslauf zu schreiben.
- Für Sportler und Casting-Kandidaten: Bild und Bewegung sagen viel mehr als Zeilen im Lebenslauf. Auf PlayCV gibt es für diese Profile eigene CV-Typen.
Andererseits rettet ein Video allein keinen lückenhaften Lebenslauf. Auch wenn das Video den Arbeitgeber beeindruckt, schaut er sich deine Berufserfahrung, Ausbildung und Zertifikate an. Das beste Ergebnis erzielen beide zusammen.
Wie lang sollte es sein?
Auf PlayCV muss ein Video-CV mindestens 30 Sekunden und höchstens 2 Minuten lang sein. Für die meisten Kandidaten sind 60-90 Sekunden ideal: genug, um dich vorzustellen, deine Erfahrung an einem Beispiel zu zeigen und zu sagen, was du suchst.
Versuche nicht, die Zeit auszufüllen. Ein kurzes, klares Video lässt sich leichter ansehen als eines, das sich in die Länge zieht und wiederholt. Was du in welcher Reihenfolge erzählen solltest, findest du Schritt für Schritt im Artikel Sprechplan für 60-90 Sekunden.
Wie funktioniert das Video-CV auf PlayCV?
- Du eröffnest ein kostenloses Kandidatenkonto und erstellst deinen CV. Das Video kannst du im Browser aufnehmen oder ein Video hochladen, das du mit deinem Handy gedreht hast.
- Du kannst bis zu zwei CVs erstellen. Jeden davon kannst du auf einen anderen Beruf oder Typ ausrichten, zum Beispiel einen für Vertrieb und einen für Kundenservice.
- Du entscheidest, ob dein CV für alle oder nur für verifizierte Unternehmen sichtbar ist oder ob er verborgen bleibt.
- Du bewirbst dich mit deinem Video-CV auf Stellenanzeigen. Bei manchen Stellen stellt das Unternehmen nach der Bewerbung kurze Videofragen, die du beantwortest.
- Unternehmen sehen sich deine Bewerbung an, bewerten sie und teilen sie bei Bedarf über einen einzigen Link mit dem zuständigen Manager.
PlayCV ist für Jobsuchende kostenlos. Für die Registrierung, das Erstellen eines Video-CVs und Bewerbungen auf Stellenanzeigen zahlst du nichts.
Wenn du dich vor der Kamera unwohl fühlst
Mit einer Kamera zu sprechen, gehört für die meisten Menschen nicht zum Alltag; bei den ersten Versuchen aufgeregt zu sein, ist normal. Die Person, die dein Video ansieht, sucht keinen Moderator, sondern möchte dich kennenlernen. Ein paar kleine Schritte machen es dir leichter:
- Sprich die Punkte, die du erzählen willst, vor der Aufnahme ein- oder zweimal laut durch.
- Sprich so, als säße dir eine vertraute Person gegenüber; stell dir vor, du erzählst es ihr und nicht der Kamera.
- Betrachte die erste Aufnahme als Probe. Nach ein paar Aufnahmen kannst du die auswählen, in der du am entspanntesten bist.
- Kleine Versprecher sind kein Problem. Ein natürliches Gespräch wirkt authentischer als ein fehlerfrei auswendig vorgetragener Text.
Bevor du beginnst
Für ein gutes Video-CV brauchst du keine teure Ausrüstung. Ein Smartphone aus den letzten Jahren, gutes Licht und ein ruhiger Raum reichen aus. Wirf vor dem Dreh einen Blick in den Leitfaden zum Filmen mit dem Smartphone und prüfe vor dem Veröffentlichen die Liste der häufigen Fehler.
İpucu: Teile im Video nur berufsbezogene Informationen. Du musst weder deinen Familienstand noch deine Religion oder deinen Gesundheitszustand nennen. Mehr dazu findest du im Artikel Video-CV und personenbezogene Daten.
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