10 häufige Fehler im Video-CV
Die folgenden Fehler können auch das Video eines guten Kandidaten schwächer wirken lassen, als es ist. Alle lassen sich vor dem Dreh oder vor der Veröffentlichung in wenigen Minuten beheben. Nutze die Liste als letzten Check, bevor du dein Video hochlädst.
1. Den Text vom Bildschirm oder von Papier ablesen
Abgelesener Text fällt sofort auf: Der Blick wandert von der Kamera weg, die Stimme wird monoton und die Sätze klingen nicht mehr nach gesprochener Sprache. Die zuschauende Person hört dann nicht dir zu, sondern dem Text, den du vorliest. Auswendiglernen führt zu einem ähnlichen Problem: Wenn du ein Wort vergisst, reißt der Faden.
İpucu: Schreib statt des ganzen Textes für jeden Abschnitt ein, zwei Stichwörter auf und leg sie direkt unter die Kamera. Formuliere die Sätze spontan, mit deinen eigenen Worten.
2. Mit einem langen, vagen Einstieg beginnen
Sätze wie „Hallo, zunächst einmal vielen Dank für diese Gelegenheit, ich möchte ein bisschen über mich erzählen“ füllen die ersten Sekunden, liefern aber keine Information. Wenn die zuschauende Person nicht von Anfang an weiß, wen sie vor sich hat, fehlt ihr auch der Rahmen, um das Folgende einzuordnen.
İpucu: Nenn im ersten Satz deinen Namen, deinen Beruf oder dein Studienfach und die Dauer deiner Berufserfahrung. Heb dir den Dank für den Abschluss auf.
3. Den Lebenslauf von vorn bis hinten aufzählen
Schulen, Daten und Arbeitgeber der Reihe nach aufzuzählen heißt, den schriftlichen CV laut vorzulesen. Diese Informationen stehen ohnehin in den anderen Abschnitten deines CVs; sie im Video zu wiederholen, kostet dich Zeit.
İpucu: Nutze das Video für das, was der schriftliche CV nicht erzählen kann: warum du diese Stelle willst, wie du arbeitest, und ein Beispiel.
4. Keine konkreten Beispiele nennen
Sätze wie „Ich bin fleißig, teamfähig und kommunikationsstark“ kann jeder sagen. Adjektive ohne Beleg bleiben nicht im Gedächtnis und heben dich nicht von anderen Kandidaten ab.
İpucu: Eine Situation, was du getan hast, und das Ergebnis: Ein einziges Beispiel überzeugt mehr als fünf Adjektive. Wie du ein Beispiel aufbaust, erfährst du im Artikel Gesprächsplan.
5. Das Licht im Rücken haben
Vor einem Fenster zu sitzen, wirkt natürlich, aber das Smartphone passt die Belichtung an den hellen Hintergrund an und dein Gesicht wird dunkel. Ein Video, in dem man deine Mimik nicht erkennt, schwächt auch das, was du erzählst.
İpucu: Wechsle deinen Platz: Setz dich mit dem Gesicht zum Fenster oder stell die Lampe vor dich.
6. Hallender oder verrauschter Ton
Ein leerer Raum, ein offenes Fenster, ein laufender Fernseher oder ein weit entferntes Smartphone verschlucken deine Stimme. Egal wie gut das Bild ist: Unverständliche Sätze gehen verloren.
İpucu: Wähle einen ruhigen Raum mit Teppich oder Vorhängen, bleib nah am Smartphone und hör dir die Probeaufnahme mit Kopfhörern an. Details findest du im Leitfaden zum Filmen mit dem Smartphone.
7. Sich mit demselben Video auf jede Stelle bewerben
Wer sich mit demselben allgemeinen Video sowohl auf eine Stelle im Vertrieb als auch auf eine in der Buchhaltung bewirbt, wirkt bei beiden austauschbar. Ein Video, das alle ansprechen soll, passt zu keiner Stelle richtig.
İpucu: Bei PlayCV kannst du bis zu zwei CVs erstellen. Dreh für unterschiedliche Bereiche eigene Videos und wähle bei der Bewerbung den CV, der am besten zur Stelle passt.
8. Persönliche Informationen ohne Bezug zur Stelle teilen
Familienstand, Religion, politische Ansichten, Gesundheitszustand oder Familienplanung sagen nichts über deine Eignung für die Stelle aus. Du musst sie im Video nicht erwähnen; einige davon sind gesetzlich als besondere Kategorien personenbezogener Daten zusätzlich geschützt.
İpucu: Prüfe auch den Hintergrund: Dokumente, Familienfotos oder etwas, das deine Adresse verrät, sollten nicht im Bild sein. Details findest du im Artikel Video-CV und personenbezogene Daten.
9. Aufhören, ohne zu sagen, was du suchst
Endet das Video mit „Ja, das war's, was ich erzählen wollte“, muss die zuschauende Person raten, was du eigentlich willst. Wenn du in mehreren Städten oder in verschiedenen Arbeitsmodellen suchst, hilft es, das klar zu sagen; so wirst du auch leichter mit der passenden Stellenanzeige zusammengebracht.
İpucu: Nenn im Abschluss die gesuchte Position, die Stadt oder das Arbeitsmodell und ab wann du anfangen kannst, und schließ mit einem kurzen Dankeschön.
10. Hochladen, ohne die Aufnahme anzusehen
Ein abgebrochener Satz, jemand, der ins Bild läuft, oder ein Geräusch, das erst später auffällt: Das sind kleine, aber vermeidbare Fehler. Auch die Länge zählt: Bei PlayCV kann ein CV mit einem Video, das kürzer als 30 Sekunden oder länger als 2 Minuten ist, nicht veröffentlicht werden.
İpucu: Sieh dir die Aufnahme vor dem Hochladen einmal vollständig an und hör sie mit Kopfhörern. Wenn du unsicher bist, lass sie eine Freundin oder einen Freund ansehen und frag: „Was ist dir von diesem Video im Gedächtnis geblieben?“
Zum Schluss: Denk auch an alles außerhalb des Videos
Egal wie gut dein Video ist: Wenn die anderen Abschnitte deines CVs leer sind, landest du in den Suchergebnissen weiter hinten. Bei PlayCV ist die Vollständigkeit das wichtigste Kriterium für die Reihenfolge in den Suchen der Unternehmen: Je mehr Abschnitte wie Ausbildung, Berufserfahrung, Zertifikate und Sprachen du ausfüllst, desto weiter oben erscheinst du.
Du kannst dein Video-CV auch bearbeiten, während es veröffentlicht ist. Wenn du eine neue Aufnahme machst und deinen CV aktualisierst, wird auch das Datum der letzten Aktualisierung unter dem CV erneuert. Der erste Versuch ist nicht immer der beste; die zweite Aufnahme läuft oft entspannter.
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